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31. Braunschweig International Film Fest

„Wir sind sehr stolz, weil wir ein paar Jahre daran gearbeitet haben, dass sie endlich mal vorbeikommt. Unsere Preisträgerin in diesem Jahr ist Nina Hoss. Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt, wegen der Dreharbeiten zu „Homeland“. In diesem Jahr haben wir ein Zeitloch gefunden. Wir sind gespannt und können tolle Filme zeigen“, sagt Filmfest-Direktor Michael P. Aust im Interview über die Gewinnerin des Filmpreises die Europa. Viele weitere Programmpunkte folgen, einige werdenim Nachfolgenden vorgestellt.

Filmkonzert:

Wie jedes Jahr ist das Programm des diesjährigen 31. Internationalen Filmfestival Braunschweig sehr vielfältig. Den Start macht das Filmkonzert „Matrix Live. Film in Concert“, das musikalisch vom Staatsorchester Braunschweig begleitet wird. Der mit vier Oscars ausgezeichneten Film wird am 17. Oktober um 19:00 Uhr in die Braunschweiger Stadthalle gezeigt. Der amerikanische Komponist Don Davis dirigiert das Konzert selbst. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf des Staatstheaters Braunschweig erhältlich.

Die Filmreihen:

Sound on Screen: Musikalisch ist das Filmfest nicht nur beim Filmkonzert, sondern auch bei dieser Reihe vom Universum-Kino und dem Café Riptide, in der sechs neue Musikdokus verschiedener Stile präsentiert werden. Als deutsche Premieren zeigt das BIFF die Star-Porträts über den weltweit gefeierten Jazz‐ und Soulsänger Gregory Porter („Don’t Forget Your Music“) sowie „Placebo: Alt Russia“ über die Alternative Rock‐Heroen.

Neo Western: Weite Ebenen und mürrische Cowboys – vielen ist das Genre Western ein Begriff. Filme wie „Der mit dem Wolf tanzt“ und „Der schwarze Falke“ sowie Schauspieler wie Clint Eastwood oder Glenn Ford werden unweigerlich mit Western in Verbindung gesetzt. Die Kategorie des Neo-Western zeigt, dass die Konventionen dieses Genres auch bei der jungen Filmemacher-Generation wieder neu und anders belebt werden, etwa in „Dogs“ und „Coyote“, die im europäischen Hinterland spielen, oder „Marlina“ und „My Sweet Pepper Land“, in denen sich starke Frauen behaupten.

(c) Pathé International

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Que*rschnitt: Neue LGBTQI*-Filme: Erstmals, und gemeinsam mit dem Verein für sexuelle Emanzipation, veranstaltet das Festival eine LGBTQI*-Filmreihe. Diese soll mit Filmen wie „Tamara“ und „BPM“ Vielfalt und Akzeptanz fördern. In erstgenanntem Werk wird die Lebensgeschichte einer transsexuellen Politikerin aus Venezuela gezeigt, der zweite Film widmet sich der Aktivistengruppe ACT UP im Paris der 90er Jahre bei ihrem Kampf um Anti-Aids-Forschung, Aufklärung und Betreuung.

Never Ending Stories: Die Ausstellung „Never Ending Stories – Der Loop in Kunst, Film, Architektur, Musik, Literatur und Kulturgeschichte“ im Kunstmuseum Wolfsburg (29.10.2017-18.02.2018) ist Anlass für das Filmfestival, eine filmische Reflektion beizusteuern.

Witches at Midnight: Die Reihe At Midnight ist dieses Jahr verhext. Mit „The Noonday Witch“, „A Dark Song“ und „The Love Witch“ werden drei Filme mit Frauen zwischen Psycho-Horror und Retro präsentiert.

(c) Oscilloscope Films

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Heimspiel: Auch die Region hat filmisch einiges zu bieten. Ob mit dem „Sanddorn“-Krimi oder „Ohne diese Welt“, der den Preis für den besten Dokumentarfilm in Saarbrücken gewann. Dem Gewinner dieser Kategorie wird der mit 1.000 Euro dotierte Preis Die Goldene Vier Linden verliehen.

Green Horizons: Nachhaltigkeit ist in unserer heutigen Gesellschaft ein wichtiges Thema, das auch im Film oft zur Sprache kommt. Denkanstöße geben hierzu „Thank you for the Rain“ zur Dürreproblematik in Kenia, „Sea Tomorrow“ zum Austrocknen des Aralsees oder „Seed: The Untold Story“ zum Erhalt alten Saatguts.

Ein Interview mit dem Filmfestdirektor Michael P. Aust gibt es unter www.subway.de nachzulesen.

Der Vorverkauf startet am 28. September online und ab 7. Oktober im Universum Filmtheater. Tickets sind für 8,50 Euro oder in der 5er- und 10er-Karte für 38 beziehungsweise 72 Euro erhältlich. Eine Dauerkarte gibt es für 98, ermäßigt 85 Euro. Ein Studi‐Tag ist einmalig am Mittwoch, den 18. Oktober. Studierende erhalten dann Karten für reguläre Vorstellungen zum ermäßigten Preis von 2,50 Euro. Dies gilt nur für Filme, die an diesem Tag laufen – Tickets für folgende Tage können nicht zu diesem Preis erworben werden. Weitere Informationen zum Programm finden sich unter www.filmfest-braunschweig.de.

Katharina Holzberger (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit Titelbild: Element Pictures

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