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Alina Grand im Interview zum Renew Festival

Vom 21. bis 22. Juli 2018 findet das revitalisierende Fitness und Lifestyle Open Air – das Renew Festival – im Braunschweiger Bürgerpark statt. Das von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig hauptsächlich gesponserte Event bietet Sportbegeisterten die Möglichkeit, gemeinsam ihre physischen und mentalen Grenzen zu erweitern. Die Veranstalter stereolove und undercover  haben verschiedene Influencer und Coaches zur Unterstützung geladen: Sophia Thiel, Nikeata Thompson, Nada Ivanovic, Ina Sieling, Mandy Czieschowitz und viele mehr trainieren mit den Festivalteilnehmern auf den drei Bühnen „Fit Stage“, „Flex Stage“ und „Power Area“. Auf der letztgenannten Area können sich die Besucher mit den von der HYGIA-Gruppe bereitgestellten Fitnessgeräten unter freiem Himmel komplett auspowern. Persönliche Meet & Greets stehen im einzigen Indoor Bereich „Mind & Academy“ auf dem Programm, wo die prominenten Gäste zudem ihr breites Wissen weitergeben.

Wir haben im Vorfeld mit der Braunschweiger Bodybuilderin Alina Grand und der „Laufvernarrt“-Bloggerin Paula Thomsen über das Festival gesprochen. Im zweiten Teil unserer Serie erläutert uns Alina Grand unter anderem, aus welchem Grund sie Sport zu einer hohen Priorität in ihrem Leben erklärt hat, wie Männer im Fitnessstudio auf ihre Körperstärke reagieren und wie die Teilnehmer des Renew Festivals beim Wettkampf gegen die starke Braunschweigerin gewinnen können.

Hallo Alina. Bitte gib uns eine kurze Einschätzung: Warum sind Fitness Open Airs so beliebt?
Fitness Open Airs sind deshalb so beliebt, weil der Fitness-Trend stetig zunimmt. Auf so einem Festival hat man die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, gemeinsam Vollgas zu geben und jede Menge Spaß zu haben. Neben der Sportart, die man normalerweise praktiziert, kann man auch andere Sportarten ausprobieren. So werde ich als Bodybuilderin auf jeden Fall mal eine Yoga-Einheit mitmachen.

Was bedeutet Fitness für dich?
Fitness bedeutet für mich, sich in seinem Körper gesund und fit zu fühlen, auf sich und seinen Körper zu achten und eine für sich perfekte Balance in Bezug auf gesunde Ernährung, Sport und Regeneration im Leben zu finden. Der Fitness-Lifestyle soll Spaß machen und zu den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen passen – jeder hat sein eigenes Level.

Wann hast du angefangen, professionell Sport zu treiben?
Mit 17 Jahren begann ich mit dem Krafttraining. Mit 19 Jahren nahm ich dann an meinem ersten Wettkampf teil.

Wie kam es dazu, dass du Sport zu einer hohen Priorität in deinem Leben erklärt hast?
Wie jeder andere, habe auch ich mal ganz klein angefangen. Mit der Zeit habe ich den Lifestyle zunehmend in mein Leben integriert, mich intensiv damit beschäftigt, dazugelernt, ausprobiert und viele Erfahrungen gemacht. Das Ganze nahm seinen Lauf, ich wurde besser und stärker und sah die ersten Erfolge. Ich habe den Sport als meine absolute Leidenschaft entdeckt. Heute ist das Bodybuilding und alles drum herum für mich nicht mehr wegzudenken.

Wie motivierst du dich im Alltag zum Sport oder siegt der innere Schweinehund auch mal bei dir?
Den Schweinehund? Den hab ich schon längst geschlachtet und als Proteinquelle gesichert (lacht). Dazu fällt mir ein passender Spruch ein: „Motivation ist das, was dich starten lässt, Gewohnheit ist das, was dich weitermachen lässt.“ Für mich ist der Sport Routine und Alltag. Ein Tag Pause ist für mich der Horror, aber leider einmal die Woche notwendig, denn der Muskel wächst ja in der Ruhephase. Das Training wird lediglich für Prioritäten wie zum Beispiel Familie oder Prüfungen verschoben. Oder eben dann, wenn ich mich vor Muskelkater nicht mehr bewegen kann (lacht).

Hast du schon einmal eine Diät gemacht und was hast du in dieser Zeit über dich gelernt?
In der Summe habe ich schon etliche Diäten gemacht beziehungsweise es versucht oder damit angefangen. Aber Diät ist ja auch nicht gleich Diät. Für einen Bodybuilding-Wettkampf ist eine harte Diät erforderlich, um in Bestform glänzen zu können. Ich habe jetzt die dritte Wettkampfvorbereitung hinter mir und bin damit um einiges an Erfahrungen reicher geworden. Ich bin an meine absoluten körperlichen sowie psychischen Grenzen gestoßen. Anfangs gab es sogar bei mir Tage, an denen ich aufgeben wollte, doch das tat ich nie. Ich habe gelernt, welch starken Einfluss die Ernährung nimmt und wie sehr ich mich innerhalb von ein paar Wochen verändern kann, wenn ich immer 100 Prozent gebe und vor allem, was ein Körper aushalten und leisten kann. Allerdings habe ich auch gelernt, dass so ein niedriger Körperfettanteil über einen längeren Zeitraum, besonders bei uns Frauen, absolut kein Dauerzustand sein kann, denn der Körper spart, wo er nur kann, und fährt wichtige Körperfunktionen wie zum Beispiel den Hormonhaushalt extrem in den Keller. Nur wenn einem all diese Nachteile bewusst sind und man bereit ist, sie in Kauf zu nehmen, sollte man erst in eine Wettkampfdiät starten.

Wie reagieren Männer im Fitnessstudio darauf, wenn du beim Training mehr Gewichte heben kannst?
Dazu fällt mir ein wahnsinnig amüsantes Beispiel ein: Neulich im Fitnessstudio müht sich ein Typ neben mir beim Schulterdrücken mit den Zwölfer Kurzhanteln ab, stöhnt dabei laut und schaut mich danach ganz cool an, damit ich auch sehe, wie stark er ist. Daraufhin habe ich ihn angelächelt, mir die 14er geschnappt und mit dem Schulterdrücken losgelegt. Sein Blick war goldwert.

Wie gelingt es dir, dich neben der Ausbildung zur Ergotherapeutin für Meisterschaften vorzubereiten?
Vorbereitung ist das halbe Leben! Terminplaner, To-Do-Listen, Mahlzeiten vorkochen und jeden Abend alles für den nächsten Tag vorbereiten. Mein Tag ist durchgeplant und strukturiert, anders geht es nicht. Während der Praktikumszeit war und bin ich fast immer morgens im Fitnessstudio, je nach Dienstbeginn starte ich mein Work-out gegen 6 Uhr. Nach Feierabend bleibt dann Zeit zum Lernen, Berichte schreiben, Kochen, Taschen umpacken und den nächsten Tag durchplanen. Besonders hart war die Ausbildung neben der Wettkampfdiät. Meine schulischen Leistungen sind durch die fehlende Energie ein paar Wochen etwas gefallen. Trotz alledem habe ich immer alles gegeben. Nach der Schule war ich oft völlig geschafft und trotzdem ging es ins Training, Tag für Tag, ohne Ausreden. Ich bin ein Mensch, der versucht, in allen Bereichen immer Vollgas zu geben, was mich schon so manches Mal an meine Grenzen gebracht hat. Nun bin ich fast am Ende meiner Ausbildung und kann aus Erfahrung sagen: Wenn du etwas wirklich willst, dann schaffst du es auch.

Welche Message möchtest du deinen Fans mit auf den Weg geben?
Da fällt mir ein weiterer Spruch ein: „Motivation kommt, wenn man tut, was man liebt!“ Meinen Fans und Followern möchte ich ans Herz legen, ihre eigene Leidenschaft zu finden. Gleichzeitig müssen sie erkennen, dass meine Passion nicht gleich die ihre ist. Ich bin gerne jeden Tag im Fitnessstudio und gebe zwei Stunden lang alles, was geht, und esse gerne tagtäglich fast dasselbe zu Abend. Ich bin bereit, in der Wettkampfvorbereitung auf einiges zu verzichten, weil es meine Leidenschaft ist. Sport soll Spaß machen und in den Alltag passen. Um in einem Sport voranzukommen, ist die Kontinuität das A und O. Dranbleiben ist das Zauberwort, also muss man herausfinden, was für einen selbst am besten ist. Auf meinem Profil bei Instagram zeige ich mich als komplette Person, als Mensch mit seinen Höhen und Tiefen, Stärken und Schwächen. Ich möchte den Menschen vor Augen führen, was alles möglich ist, wenn man immer 100 Prozent gibt, wenn man regelmäßig trainiert und sich gesund ernährt. Ich möchte aber auch zeigen, dass auch bei mir nicht jeder Tag perfekt ist, dass auch mein Training mal schlecht läuft und dass auch ich gerne abends Kekse nasche und Erdnussbutter löffle. Aber hey, Nobody is Perfect!

Wieso bist du mit deiner Geschichte an die Öffentlichkeit getreten und hast du diese Entscheidung schon einmal bereut?
Mein Instagram Profil habe ich schon unglaublich lange. Seit der ersten Wettkampfvorbereitung bin ich dort aktiver geworden und habe angefangen, meinen Weg zu teilen. Ich hatte so viel Spaß daran, Bilder zu machen, zu posten und mit anderen Fitnessbegeisterten oder sogar Wettkampfathleten in Interaktion zu treten. Das hat sich dann weiterentwickelt und nahm seinen Lauf. Besonders in den Wettkampfsaisons kamen immer mehr Menschen dazu, die sich für meinen Weg begeisterten. Bereut habe ich die Entscheidung nie. Ich verbringe viel von der Freizeit, die übrig bleibt, auf Social Media. Manchmal finde ich es selbst zu viel, denn das reale Leben ist immer wichtiger. Aber es macht mir Spaß und es motiviert mich sehr, wenn ich so viel positives Feedback erhalte und andere mir schreiben, dass ich sie mit meinem Weg inspirieren kann.

Wenn dich Menschen auf offener Straße erkennen, wie reagieren sie dann?
Unterschiedlich. Im Fitnessstudio werde ich am häufigsten angesprochen, da dort eben auch die meisten fitnessinteressierten Menschen anzutreffen sind, die mich dann durch Instagram erkennen. Eins möchte ich an dieser Stelle kurz dazu sagen: Ich freue mich, wenn ihr mich erkennt und einfach ansprecht. Und ich merke es auch, wenn ihr mich erkennt und euch nicht traut, mich anzusprechen. Viele schreiben mir, dass sie mich gesehen haben, aber sich nicht getraut haben … Hallo, ich bin auch nur ein Mensch, sprecht mich an! Ich freue mich riesig und beiße auch nicht.

Worauf freust du dich am meisten, wenn du an das Renew Festival denkst?
Ich bin absolut begeistert darüber, dass es in meiner Heimatstadt endlich so ein grandioses Event gibt! Meine Vorfreude darüber ist unbeschreiblich groß, ganz viele Gleichgesinnte, genauso verrückte, sportbegeisterte Menschen wie mich zu treffen und mit ihnen gemeinsam Spaß zu haben. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, mal andere Sportarten als meine eigene ausprobieren zu können. Es ist mir außerdem eine große Ehre, auf der Bühne stehen zu dürfen. Ich freue mich auf alle Fragen, tolle Gespräche und viele Fotos.

Auf dem Braunschweiger Fitness Open Air können dich alle Teilnehmer herausfordern. Wie wird dieser Wettkampf aussehen und haben sie überhaupt eine Chance, gegen dich zu gewinnen?
Von Liegestütze bis Armdrücken – sie können gegen Clara und mich, die Bodybuildergirls beim Renew Festival, in Form eines Wettkampfs antreten und uns zu verschiedenen Übungen herausfordern. Ich bin mir sicher, dass jeder eine Chance hat zu gewinnen, wenn man herausfindet, welche Übungen meine Schwächen sind. Besonders über die Mädels, die teilnehmen, freuen wir uns sehr!

Möchtest du noch etwas loswerden?
Ich freue mich auf euch und auf zwei unvergessliche Festivaltage!

Vielen lieben Dank für das offene Gespräch!

Viktoria Knapek (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Privat

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