(c) Droste/Brannys

Ausstellungsexperiment im Konsumverein

Im sogenannten „Zettelkasten“ hat alles seine Ordnung. Das System, mit dem schon Jules Verne arbeitete und das sich lange bewährt hat, indem es Notizen sowohl analog als auch digital erfasst, wird im Konsumverein Gegenstand einer Kunstausstellung. „Das Liebesleben des Zettelkastens“ gehört zur Raumkistenreihe, die durch die Künstler Anne Brannys und Thilo Droste abgeschlossen wird. Auch als Instrument des Denkens bezeichnet, kann ein Zettelkasten die Vorstufe eines künstlerischen Werkes darstellen. Die Künstler des Ausstellungsexperiments fragen nach der emotionalen Qualität der Beziehungen innerhalb des Ordnungssystems Zettelkasten.

Droste studierte an der HBK Braunschweig und arbeitet vielfach mit vorgefundenem Material, häufig interventionistisch im öffentlichen Raum und mit politischem Humor. Brannys promovierte an der Bauhaus-Universität Weimar im Studiengang Freie Kunst/Design. Sie lebt und arbeitet in Weimar und Berlin. Jüngst veröffentlichte die Künstlerin ihr Buch „Enzyklopädie des Zarten“, in der sie Alltägliches und Kurioses rund um den Begriff versammelt.

Die Ausstellung „Das Liebesleben des Zettelkastens“ ist vom 3. November bis 16. Dezember im Konsumverein, Hinter Liebfrauen 2, zu sehen. Öffnungszeiten sind samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags von 18 bis 22 Uhr. Weitere Informationen finden sich unter www.konsumverein.de.

Katharina Holzberger (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit:

Anne Brannys: o.T. (2018), Fineliner auf Papier,  &
Thilo Droste: Photoshop (2009/2018), Bleistift auf Papier

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