(c) Tim Schulze

Basketball Löwen: erneute Niederlage trotz dramatischer Aufholjagd

Die Basketball Löwen werden trotz ihres großen Einsatzes nicht mit einem Sieg gegen die Fraport Skyliners belohnt. Das Freitagsspiel geht mit 74:75 denkbar knapp zu Ende, dabei hatte es nach der ersten Halbzeit eindeutiger für die Frankfurter ausgesehen. Die Löwen mussten kurzfristig auf den erkrankten Sid-Marlon Theis verzichten und boten zwei eher schwache erste Viertel. Durch die starke Frankfurter Verteidigung hatten die Braunschweiger zunehmend Schwierigkeiten, ihr Angriffsspiel aufzuziehen. Jannik Freese gelang erst in der 9. Spielminute im Nachsetzen der Korbleger, in der 14. Minute legte der engagierte Tim Schwartz mit zwei Dreiern nach, der Rückstand mit 27:41 war jedoch nicht mehr zu verhindern. Nach der Pause startete das Team von Headcoach Frank Menz allerdings eine Aufholjagd wie im Krimi. Angetrieben vom starken Dyshawn Pierre und mit einer verbesserten Körpersprache übernahmen sie plötzlich das Kommando. Ballgewinne, Dunking und Dreier – plötzlich lief es beim Menz-Team, während die Gäste konsterniert wirkten und vier Minuten ohne Korb blieben. Bis zu den ersten zwei Frankfurter Zählern hatten die Löwen auf 37:41 aufgeholt und Tim Schwartz setzte noch mit weiteren fünf Punkten zum 42:43 einen drauf. Der Ausgleich gelang erst im letzten Viertel: Der Löwen-Guard Carlos Medlock erzielte acht Punkte in Folge und führte das Team zum 58:58. Kurz darauf folgte die 61:60-Führung durch einen Offensiv-Rebound mit anschließendem Korbleger plus Foul, erarbeitet durch Jannik Freese. Zwei vergebene Angriffe reichten den Frankfurtern jedoch zum erneuten Vorsprung. In der 38. Minute kam wieder der Ausgleich und sogar die knappe Führung durch Thomas Klepeisz. Aber der letzte Angriff gehörte den Gästen. Es war nur noch eine Sekunde auf der Uhr, als Skyliners-Center Mike Morrison stark bedrängt den Ball mit Foul im Korb zum 74:75 unterbrachte.

Die Viertel im Überblick: 10:22, 17:19, 23:13, 24:21

Trainerstimmen zum Spiel:
Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Ich habe mir gewünscht, heute endlich mit einem Heimsieg vor die Presse zu treten. Wir hatten uns das so sehr vorgenommen, haben aber leider erneut in der ersten Halbzeit zu nervös gespielt. Unsere Körpersprache war nicht gut und wir wirkten ängstlich. In der zweiten Halbzeit kamen wir dann stark zurück und haben Frankfurts Rhythmus mit wechselnden Verteidigungen durchbrochen. Wir hatten eine super Aufholjagd. Wir haben bis eine Sekunde vor Schluss geführt und sind leider nicht belohnt wurden. Wir müssen aber eine Erkenntnis aus diesem Spiel mitnehmen: Niemand in meiner Mannschaft muss mehr nervös sein und ängstlich agieren. Nach den letzten Spielen müsste jedem klar sein, dass wir mitspielen können. Und jetzt müssen wir das auch aufs Parkett bringen.“

Gordon Herbert (Fraport Skyliners): „Wir haben heute zwei unterschiedliche Spiele gesehen. In der ersten Halbzeit waren wir gut, haben mit viel Einsatz gespielt und gut bei den Rebounds gearbeitet. In der zweiten Halbzeit war Braunschweig herausragend. Sie haben uns zu elf Ballverlusten gezwungen und sich elf Offensiv-Rebounds geholt. Das war stark.“

Evelyn Waldt (SUBWAY Magazin – Oeding Druck) / Fotocredit: Tim Schulze

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