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Bewegung mit den Enkeln: Aktivitäten für Jung und Alt

Sport und Bewegung sind in jedem Alter gesund. Und gemeinsam macht es besonders viel Spaß. Statt puzzelnd auf dem Sofa zu sitzen, sollten Großeltern ihre Enkel darum auch mal sportlich herausfordern. Viele Aktivitäten sind für beide Seiten gut geeignet.

Auch wenn es hier und da zwickt oder zwackt: Bewegung tut im Alter gut. Wer mit den Enkelkindern Sport treibt, schafft zusätzlich gemeinsame Erinnerungen. Aber welche Aktivitäten sind zugleich für Jung und Alt geeignet?

«Grundsätzlich sollte man immer gucken, worauf man wirklich Lust hat», sagt Ellen Freiberger, Professorin am Institut für Biomedizin des Alterns an der Universität Erlangen. Die Möglichkeiten reichen von selbst ausgedachten Spielen auf dem Sportplatz bis zum gemeinsamen Besuch im Fitnessstudio. Es gibt aber auch ganz klassische Aktivitäten, die sich für gemeinsame Bewegung mit mehreren Generationen eignen.

Radfahren

Besonders für den Rücken ist Radfahren in jedem Alter sehr gesund. Außerdem schult es Gleichgewicht, Ausdauer und Kraft. Großeltern und Enkel können die Belastung nach den eigenen Fähigkeiten flexibel steuern. Die Möglichkeiten reichen von einer großen Radtour bis zu kleinen Parcours auf dem Parkplatz. «Schön ist, wenn man ein Ziel hat, zum Beispiel einen Ort, an dem man gemeinsam Essen geht», sagt Freiberger.

Besonders positiv: Beim Radfahren kann man wunderbar die Umwelt erkunden und bewegt sich an der frischen Luft. «Diese besonderen Momente und Erlebnisse in der Natur spüren die Enkelkinder hautnah und mit allen Sinnen», sagt Andreas Reidl, Gründer des Internetportals «grosseltern.de». Die Barriere für eine Radtour ist eher gering: Man braucht nur ein Fahrrad und im Idealfall gutes Wetter – schon kann es losgehen.

Schwimmen

Gerade bei schlechtem Wetter ist ein Besuch im Schwimmbad eine gute Option. Das eigentliche Schwimmen ist gut für den Rücken und für die Großeltern sehr gelenkschonend. Durch kleine Wettrennen oder Spiele kommt auch der Spaß dazu. «Beim Ballspielen im Wasser kann das Gleichgewicht und die Auge-Hand-Koordination geschult werden», sagt Freiberger.

Wer nicht schwimmen will, kommt auch beim Aqua-Jogging in Bewegung. Beim Tauchen oder Schwimmen können die Großeltern den Kindern kleine Herausforderungen stellen. «Großeltern sollten die Anforderungen dabei so halten, dass Erfolg für die Enkel wahrscheinlich ist», sagt Alexander Woll, Sportwissenschaftler am Institut für Technologie in Karlsruhe. «Auch eine soziale Komponente wird im Schwimmbad vermittelt», sagt Freiberger. Denn Kinder und Großeltern müssen lernen, auf sich und andere Rücksicht zu nehmen.

Tischtennis und andere Ballsportarten

Miteinander statt gegeneinander – das ist das Motto bei Ballsportarten, wie zum Beispiel Tischtennis. Bei solchen Rückschlagsportarten sollte es nicht um Punkte gehen, sondern eher um die Frage: Wie oft schaffen wir es, hin und her zu spielen? Dabei profitiert besonders die Hand-Auge-Koordination. Bei anderen Ballsportarten ist auch etwas Ausdauer mit im Spiel.

«Die Intensität muss so hoch sein, dass man sich noch unterhalten kann», sagt Woll. Kommunikation und das Spielerische sollten bei allen Aktivitäten im Vordergrund stehen. «Auch die Sportbiografie der Großeltern kann wichtig sein: Können Sie eine Sportart gut, können Sie diese den Enkeln beibringen», erklärt Woll. Oma und Opa sind ein echtes Vorbild: «Großeltern spielen als Vermittler körperlicher Aktivität eine große Rolle für die Kinder.» Andersherum sind die Enkel eine Bereicherung und Zukunftsperspektive für die Großeltern.

Wandern

Was auf den ersten Blick für die Kinder langweilig klingt, kann zu einem echten Abenteuer werden. Denn neben der Bewegung bleibt beim Wandern auch viel Zeit für Gespräche: Die Großeltern können den Enkeln beispielsweise Bäume und Vögel erklären oder kleine Ratespiele einbauen. Und auch ein Picknick ist denkbar. Strecke und Belastung lassen sich den eigenen Wünschen und Möglichkeiten anpassen. «Auch hier kann man durch kleine Spiele die Balance oder das Körpergefühl verbessern», sagt Freiberger. Zudem können beide Seiten ein Gefühl für ihre Generation bekommen: zum Beispiel, wenn die Großeltern erzählen, wie ihre Jugend aussah.

«Eine All-Inclusive-Liste für Sport mit Enkeln gibt es aber nicht», stellt Ellen Freiberger klar. Auch Minigolf, eine Kanu-Tour oder der Besuch eines Mehrgenerationenspielplatzes sind eine gute Möglichkeit, sich gemeinsam zu bewegen. Wichtig ist die Vielfalt: Möglichst verschiedene Muskelgruppen sollten beansprucht werden. «Es sind die gleichen motorischen Bereiche: Beim Kind werden sie aufgebaut, bei den Senioren beibehalten.» Schnelligkeit zum Beispiel brauche man eher nicht.

Auch Regelmäßigkeit spielt eine Rolle. Großeltern und ihre Enkel sollten deshalb feste Termine und im Idealfall auch feste Ziele festlegen.

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