(c) Kerstin Lautenbach-Hsu

Briefe von August Klingemann

Der Braunschweiger Schriftsteller August Klingemann (1777–1831) ist in der Literaturgeschichte vor allem für seinen anonym veröffentlichten, satirischen Episodenroman „Nachtwachen von Bonaventura“ (1804) als typisches Werk der Übergangszeit zur Schwarzen Romantik gefeiert worden. Seine nun vorliegende von Prof. Dr. Alexander Košenina und Manuel Zink erschlossene Gesamtkorrespondenz mit Briefen aus den Jahren 1798 bis 1830 beleuchtet auch seine weniger bekannten Tätigkeiten, insbesondere als Dramatiker und Direktor des Braunschweiger Nationaltheaters seit 1818. Knapp 300 Briefe beschreiben ihn als rastlosen Bühnenleiter, der mit den wichtigsten Theaterleuten der Zeit in Kontakt steht, darunter Goethe, Schiller, Brentano, Cotta, Grillparzer, Iffland, Paganini und Tieck. Die Uraufführung des Gründungsdirektors des Nationaltheaters von Goethes „Faust I“ im Jahr 1829 bildet dabei einen besonderen Höhepunkt. Zur Buchvorstellung von „August Klingemann: Briefwechsel“ kommen Prof. Dr. Alexander Košenina, Manuel Zink und Jehona Kicaj ins Staatstheater.

Der in Braunschweig geborene Klingemann absolvierte seine Schulausbildung am Collegium Carolinum in Braunschweig und ging 1798 nach Jena, um Jura und Philosophie zu studieren. Dort hörte er die berühmten Vorlesungen einiger großer Schriftsteller und Philosophen seiner Zeit, etwa Johann Gottlieb Fichte, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling und August Wilhelm Schlegel und befreundete sich mit Clemens Brentano. 1801 kehrte er nach Braunschweig zurück, wo er ab 1818 als Theaterdirektor arbeitete. Das Grab Klingemanns befindet sich auf dem Braunschweiger Domfriedhof.

Die Lesung aus dem Briefwechsel von August Klingemann findet am Donnerstag, 8. November 2018, um 19 Uhr in der Hausbar im Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig statt. Weitere Informationen finden sich unter Telefon (05 31) 1 23 40 sowie online unter www.staatstheater-braunschweig.de.

Evelyn Waldt (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Kerstin Lautenbach-Hsu

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.