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Buchtipp: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Poetisch und zauberhaft

Erst war es der Titel, der mich gereizt hat,  zu  diesem Büchlein zugreifen: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen. Und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Es erzählt die wahre Geschichte der Journalistin Elisabeth Bailey. Sie ist durch eine schwere Viruserkrankung für lange Zeit ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin ein Veilchen geschenkt bekommt, unter dessen Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie zu beobachten und zu staunen. Die Journalistin begibt sich auf eine Expedition ins Reich dieses unterschätzten und komplexen Lebewesens. Diese Geschichte einer beglückenden Zuneigung ist ein Buch über Entschleunigung und darüber, wie sich in einem kleinen Wesen die Vielfalt des gesamten Lebens finden lässt.

Wenn Sie zum Beispiel wissen wollen, wie viele Zähne Schnecken haben (die wachsen auch noch nach!) und wie viele Sorten Schleim sie produzieren können, sollten Sie Elisabeth Bailey bei ihrer Reise ins Land der Mollusken unbedingt begleiten. Das poetische Buch ist auch sehr gut für verärgerte Gärtnerinnen und Gärtner – zumindest bei mir hat es funktioniert.

Übrigens: Ich habe mal ganz intensiv gelauscht, man kann sie tatsächlich kauen hören.

 

Elisabeth Tova Bailey: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen, Piper, 8,99€

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