Horror-Nacht im Delphin-Palast

Gruselfans dürfen sich auf die Horror-Nacht im Delphin-Palast Wolfsburg am Freitag, den 13. Oktober freuen. Die 11. Horror-Nacht beginnt um 18:30 Uhr mit dem sieben minütigen Kurzfilm „LES ENFANTS, LE CAFÉ ET L’HORREUR RÉELLE“.

Um 18:45 Uhr folgt die deutschsprachige Erstaufführung des 2002 entstandenen japanischen Originalfilms „JU-ON: THE GRUDGE“ von Takashi Shimizu. In episodenartiger Erzählstruktur werden verschiedene Geschichten erzählt, die allesamt durch einen Fluch miteinander verbunden sind. Freut Euch auf ein Wiedersehen mit Kayako und Toshio – zum allerersten Mal auf der großen Leinwand. Ähnlich wie beim „Ringu“-Original sind die Gruselszenen etwas subtiler ausgeprägt als beim US-Remake. Nicht wenige Horror-Fans beschreiben „Ju-on“ daher als den Inbegriff des Gruselfilms und halten ihn für den besten   J-Horrorfilm ever.

Um 20:45 Uhr wird zu Ehren des kürzlich verstorbenen Begründers und Urvaters des Zombiefilms George A. Romero „DIE NACHT DER LEBENDEN TOTEN“ aus dem Jahr 1968 gezeigt Der Film hat den Zombie als das Wesen in der Filmgeschichte etabliert, als was wir ihn heute kennen: ein sich nach Menschenfleisch lechzendes Monster.

Gegen 23:00 Uhr folgt mit „NIGHT OF THE SLASHER“ (USA, 2015) der zweite Kurzfilm. Regisseur Shant Hamassian inszenierte dieses vielfach auf Festivals preisgekrönte 11 Minuten laufende Werk mit versierter Kamera, welches nahezu komplett ohne nur einen einzigen Schnitt auskommt. Der exzellente Soundtrack reiht sich perfekt ins Geschehen ein und lässt diese Ode an das Slasher-Subgenre zu einer nachhaltigen Perle des Kurzfilm-Genres werden. Ähnlich wie in „Scream“ werden auch hier die Regeln des Slashers gehörig aufs Korn genommen – und das verdammt sexy!

Natürlich darf zwei Wochen vor Halloween John Carpenters Suspense-Meisterwerk „HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS“ aus dem Jahr 1978 mit Jamie Lee Curtis und Donald Pleasence in den Hauptrollen nicht fehlen! „Halloween“ startet um 23:15 Uhr und gilt als Begründer des Slashers, war damit Wegweiser für andere Meilensteine des sogenannten Schlitzerfilms (u.a. „Freitag der 13.“, „A Nightmare on Elm Street“, „Scream“) und verlieh erstmalig einer weiblichen Hauptdarstellerin den Titel „Scream Queen“. Carpenters ins Mark gehender Synthie-Score ist zur Horrorfilm-Hymne geworden, die Intensität der berühmt-berüchtigten Melodie hält bis heute an. Dieser Ur-Slasher ist das Paradebeispiel dafür, wie man aus minimalen Mitteln, aber mit feinfühliger Kreativität und den richtigen Stilmitteln, ein Maximum an Spannung herauskitzeln kann.

Um 01:15 Uhr gibt es dann als Hauptfilm den Erstling der erfolgreichen Torture Porn-Reihe „SAW“ aus dem Jahr 2004. Ursprünglich auf einem gleichnamigen Kurzfilm basierend, entpuppte sich James Wans moderner Folter-Klassiker anfangs vom Indie-Festivalhit zu einem der erfolgreichsten Horrorfilm-Reihen aller Zeiten im Mainstream-Bereich und ermöglichte der Produktionsfirma damit, Jahr für Jahr zu Halloween einen neuen Teil in die Kinos zu bringen. Blicken wir also noch einmal zurück und erinnern uns gemeinsam daran, wie das Puzzlespiel um Dr. Gordon, Adam, Amanda und John Kramer alias Jigsaw seinen Anfang nahm. Mögen die Spiele erneut beginnen…

Für den kleinen Hunger zwischendurch wird es in den Pausen zwischen den Filmen wieder etwas zu beißen geben – allerdings kein Menschenfleisch und nur gegen bare Münze, denn das Catering ist in dem Kombiticketpreis von 22 Euro nicht enthalten.

Außerdem warten wieder 10 Preise darauf, unter das Publikum gebracht zu werden. Entsprechendes Filmwissen zu den gezeigten Streifen kann hierbei durchaus von Vorteil sein.

Kerstin Lautenbach-Hsu (BS-Live!), Foto: Filmszene „Halloween“

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