(c) Kunstverein Braunschweig

Letzte Kuratorenführung zu David Douards »Horses«

Wer die Ausstellung „Horses“ des französischen Künstlers David Douard in Kunstverein Braunschweig besuchen will, hat noch bis Sonntag Gelegenheit dazu. Die letzte öffentliche Kuratorenführung findet schon am 10. November statt. Die Installationselemente und hybriden Objekte der Ausstellung erscheinen zugleich konkret und kryptisch. Metall und Glas, Andeutungen und narrative Verweise, Satzfragmente und Wortfetzen auf gespannten Textilien – die Objekte erzeugen eine nüchterne aber auch melancholische Atmosphäre. Douards Arbeiten ist eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen anzumerken. Für die Ausstellung ließ er sich unter anderem durch anonyme Konversationen und Gedichte aus dem realen „Darknet“ inspirieren und inszeniert in jugendsprachlichem Slang verfasste Gedichtzeilen anonymer Autoren in einem ganz fremden, öffentlichen Kontext. Fragen nach der Bedeutung des Individuums in einer Gemeinschaft und der Freizügigkeit im Umgang mit persönlichen Daten stehen im Raum.

David Douard (*1983 in Perpignan, Frankreich) lebt und arbeitet in Aubervilliers. Aktuell ist er in verschiedenen Gruppenausstellungen unter anderem im Rahmen der 72e Biennale d’art contemporain, Rennes, vertreten. 2015 präsentierte Douard Einzelausstellungen in der Galerie Chantal Crousel, Paris („Bat-Breath. Battery“), und in Union Pacific, London, und nahm im Musée d’art Moderne de la Ville, Paris und im Fridericianum, Kassel an Gruppenausstellungen teil. Das Palais de Tokyo, Paris, widmete ihm 2014 eine Einzelausstellung („Mo’Swallow“).

Die Kuratorenführung durch die Ausstellung findet am 10. November ab 18 Uhr im Kunstverein Braunschweig (Remise), Lessingplatz 12, statt. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (05 31) 4 95 56 sowie online unter www.kunstverein-bs.de.

Evelyn Waldt (SUBWAY Magazin – Oeding Druck) / Fotocredit: Kunstverein Braunschweig

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