Löwensieg gegen Ulm - REGIO-BLICK
Basketball (c) Sabri Tuzcu stocknap_io

Löwensieg gegen Ulm

Die Basketball Löwen Braunschweig besiegen den Playoff-Kandidaten ratiopharm ulm mit 80:73 (33:37). Nach ihrer zuletzt deutlichen Niederlage in Würzburg konnten die Löwen am Sonntag, 15. April 2018 in der Volkswagen Halle wieder punkten. In diesem Jahr war es der sechste Sieg im siebten Heimspiel.

Zunächst sah es nicht erfolgsversprechend für das Team von Headcoach Frank Menz aus. Zu viele Ballverluste – insgesamt acht – im ersten Viertel brachten einen 12:22-Rückstand. Dann legten sie insbesondere defensiv ordentlich zu und ließen im zweiten und dritten Viertel insgesamt nur 28 Punkte zu. Bis zur Halbzeit blieben die Braunschweiger mit 33:37 knapp vorne. Nach der Pause gerieten sie erst in Rückstand (33:42). Ihre starke Verteidigung und einige gut herausgespielte Würfe brachten ihnen in der 27. Minute aber schon eine leichte Führung ein (46:45). Die Partie verlief nun spannend und ausgeglichen, mit einem Stand von 50:50 ging es ins letzte Viertel.

Nach einem spektakulären Dunk von Anthony Morse zum 53:52 und einem Dreipunktespiel von Thomas Klepeisz auf 58:54 (34. Minute) konnten sich die Ulmer zwei Minuten vor dem Ende wieder mit einem Zähler nach vorne bringen (67:68). Aber Nemanja Jaramaz sicherte den Löwen den Sieg: Von den 30 Punkten in den letzten zehn Minuten erzielte der Serbe alleine 14. Darunter waren zwei Dreier, von denen einer vorentscheidend zum 73:68 fiel. Und auch an der Freiwurflinie behielt er die Nerven.

Schon vor dem Spiel hatten die Basketball Löwen ein tolles Zeichen gesetzt: Alle Spieler trugen grüne Socken (litauische Nationalfarbe) und die Nummer 9 des mit Kreuzbandriss verletzten Zygimantas Janavicius. Mit dieser Geste wollten die Löwen verdeutlichen, dass sie an ihren bereits nach Litauen abgereisten Spielmacher denken und er weiterhin ein Teil der Mannschaft ist. „Zygi hat einen großen Anteil an unserem Erfolg in dieser Saison und er fehlt uns sehr“, erklärte Kapitän Tim Schwartz vor der Partie.

 

 

Trainerstimmen zum Spiel:

Frank Menz (Basketball Löwen Braunschweig): „Ich denke wir haben hier zu Hause eine bärenstarke Partie gegen eine gute Mannschaft gezeigt. Es ist relativ schwierig für uns in der jetzigen Situation. Es geht, von außen betrachtet, um nicht mehr viel für uns. Für mich persönlich und für die Spieler geht es aber noch um eine ganze Menge. Wir wollen die letzen Spiele nicht alle verlieren. Wir haben ein ganz schweres Restprogramm und das wollen wir durchziehen. Es fällt mir sonst schwer, jemanden rauszuheben. Heute kann ich das aber mit Nemanja Jaramaz machen. Er hat defensiv in der ersten Halbzeit schon einen Riesen-Job gemacht, in der zweiten Hälfte dann auch offensiv. Ich denke auch ohne Zygimantas Janavicius haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben seinen Ausfall sehr gut kompensiert. Ich konnte auch die jungen Spieler früh einsetzen, so konnte ich den Leistungsträgern Pausen geben. Von daher kann ich sehr zufrieden sein.“

Thorsten Leibenath (ratiopharm ulm): „Glückwunsch an Frank uns seine Mannschaft zum verdienten Sieg. Wir haben von der Intensität her gut in die Partie gefunden. Im Laufe des Spiels hat es Braunschweig geschafft, die Intensität raufzufahren, bei uns ist sie ein Stück runtergegangen. Das war dann auch letztlich der Grund, warum Braunschweig als Sieger vom Feld gegangen ist. In der Defensive war unser Eins-gegen-Eins-Verhalten mangelhaft und unser Reboundverhalten war nicht auf dem Niveau, wo es sein muss, um eine Mannschaft wie Braunschweig zu schlagen. Scott Eatherton hat erneut sehr viele Rebounds abgegriffen und in der wichtigen Phase gab es zwei Offensivrebounds für Braunschweig. Auch im Angriff hatten wir nicht die Leichtigkeit und Schnelligkeit, die nötig ist und wir haben Freiwürfe daneben gelegt. Da merkt man, dass meine Mannschaft nach drei Niederlagen verunsichert ist.“  

Evelyn Waldt (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Sabri Tuzcu / Stocknap_io

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