(c) Viktoria Knapek

Mord mit Hindernissen: »Der Gangster und die Nervensäge«

Die Boulevard-Komödie „Der Gangster und die Nervensäge“ mit Entertainer Bürger Lars Dietrich ist noch bis zum 9. Dezember auf der Bühne der Komödie am Altstadtmarkt zu sehen.

Eigentlich will er nur seinen Job machen: Berufskiller Ralph soll den Kronzeugen eines Mafia-Bosses eliminieren – professionell und unauffällig. Doch es kommt alles anders als geplant. Im Nebenzimmer will sich der Fotograf Pignon das Leben nehmen, nachdem ihn seine Frau Louise für einen anderen verlassen hat. Durch eine Kette von unglücklichen Umständen nimmt das Schicksal seinen Lauf und die Wege der beiden Männer kreuzen sich. Je mehr Perfektionist Ralph versucht, die Situation in den Griff zu bekommen, desto vertrackter wird sie. „Der Gangster und die Nervensäge“ wurde 1970 in Paris als „Der Kontrakt“ uraufgeführt und ist nach „Die Filzlaus“ und „Buddy Buddy“ die vierte Fassung von Francis Vebers Kult-Komödie. Nun kommt das Stück unter der Regie von Christian Voss nach Braunschweig.

Verkörpert wird Ralph vom Entertainer, Musiker, Moderator und Schauspieler Bürger Lars Dietrich. „Es ist lustig und auch cool, mal einen Gangster spielen zu dürfen. Der gerät dann auch mal in Schwierigkeiten, aber in diesem Fall bin ich der Genervte und nicht der Nervende“, lacht der 45-Jährige. „Ich finde es gut, dass es mal wieder etwas anderes ist mit dem Gangster. Mich reizt aber auch das Haus oder die Tatsache, dass ich mal in einer anderen Stadt spiele, die ich jetzt kennenlernen kann“, erklärt Dietrich im Interview mit dem SUBWAY Magazin. Auf die Frage, welche Ähnlichkeiten er mit seiner Rolle hat, antwortete der gebürtige Potsdamer und ausgebildete Balletttänzer: „Ich würde sagen, meine Persönlichkeit besteht schon aus beidem, aus einem Gangster und einer Nervensäge, also ich kann mich in beide Positionen hineinversetzen. Der Gangster, den ich darstelle, ist ja kein brutaler Killer, sondern einer, der professionell arbeitet aber trotzdem auch Herz hat, weil er sich dann ja um seinen Nachbarn kümmert. Also er menschelt ja auch. Ich glaube, ich vertrete diesen Gangster, der in uns allen steckt.“ Im Stück finden zwei gänzlich unterschiedliche Charaktere zusammen, die zwar komische Elemente enthalten, jedoch sehr facettenreich dargestellt werden. „Der von mir dargestellte Gangster ist weder bierernst noch ausschließlich böse. Das Komische entsteht dadurch, dass Ralph alles richtig machen will aber daran doch gehindert wird und man fast schon Mitleid mit ihm hat“, fasst Dietrich zusammen.

Der 45-Jährige, der bereits in zahlreichen TV-Sendungen zu sehen war, arbeitete unter anderem bereits mit Stefan Raab zusammen. Zu den bekanntesten Ergebnissen dieser Kollaboration gehört der Titel „Sexy Eis“ aus dem Jahr 1996. Seinen Namenszusatz „Bürger“ wählte er nach eigenen Angaben deshalb, weil er in Zeiten der DDR oft von Polizisten so angesprochen wurde.

Die Boulevard-Komödie „Der Gangster und die Nervensäge“ mit Arlette Stanschus, Bürger Lars Dietrich, David Imper, Michael Kehr, René Oltmanns und Sebastian Teichner ist an verschiedenen Terminen bis zum 9. Dezember in der Komödie am Altstadtmarkt, Gördelingerstraße 7, zu sehen. Weitere Informationen finden sich unter Telefon (05 31) 1 21 86 80 oder online unter www.komoedie-am-altstadtmarkt.de.

Katharina Holzberger (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Viktoria Knapek

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