Rabenschwarzer Tag für die New Yorker Lions

Aufgrund unnötiger Strafen und ungewöhnlich vielen Fehlern mussten die New Yorker Lions in ihrem Heimspiel gegen die Berlin Rebels vor etwas mehr als 3.200 Zuschauern eine knappe, aber verdiente Niederlage einstecken.

Gleich nach dem Kick-Off durch Lions Kicker Tom van Duijn wurde die Braunschweiger Verteidigung in ihren Grundfesten erschüttert: Rebel Terrell Robinson täuschte eine Ballübergabe an und bediente stattdessen mit einem Pass über 67 Yards seinen Receiver Joshua Simmons, der ohne Gegenwehr in die Endzone der New Yorker Lions zum 0:7 einlief. Das Unglück verfolgte den Gastgeber im Angriff wie in der Defense. Zwei Spielzüge später warf Spielmacher Jadrian Clark den Ball nicht seinem Receiver, sondern Rebels Passverteidiger Paul Seifert in die Arme. Dieses Gastgeschenk an der Braunschweiger 27 Yard Linie verwandelten die Berliner Rebels nach einem 13 Yard Pass von T. Robinson auf S. Richard in ein 0:14. Die Braunschweiger besannen sich noch im ersten Quarter auf ihre Fähigkeiten. Lennies McFerren erzielte mit einem kurzen Lauf in die Endzone des Gegners einen Touchdown zum 6:14.

Doch auch nach dieser Wendung fanden die Hausherren nicht zu alter Stärke zurück. Vor allem der Niederländer der Rebellen, Sean Richards, bereitete den Verteidigern der Lions enorme Schwierigkeiten, bis er schließlich nach einem 35 Yard Pass von T. Robinson die Führung der Gäste auf 6:21 erhöhte. Im zweiten Spielviertel konnte Ballfänger Nico Schumann einen Pass von Jadrian Clark nicht festhalten und spielte diesen direkt in die Hände vom Berliner Passverteidiger Antoni Omondi. Obwohl es der Defense gelang, den darauffolgenden Berliner Drive vor der Endzone zu stoppen, konnten sie die folgenden Punkte durch ein 29 Yard Fieldgoal von Rebels Kicker Philip Friis Andersen zum 6:24 nicht verhindern.

Der Wille, den Spielstand nach der Halbzeitpause zu drehen, konnte lange nicht in die Tat umgesetzt werden. Obwohl die Braunschweiger Defense nach der Pause wie wiederbelebt wirkte, dauerte es bis kurz nach dem letzten Seitenwechsel ins vierte und letzte Spielviertel, bis die Lions Maschinerie ihre gewohnte Stärke entfalten konnte. Nach einem 10 Yard Pass von Jadrian Clark konnte Receiver Nicolai Schumann im vierten Versuch schließlich das 13:24 erzielen. Der folgende Onside-Kick Versuch von Tom van Duijn führte drei Spielzüge später mit einem 13 Yard von Runningback David McCants zu einem 21:24, wodurch neue Hoffnung im Lions Team und bei ihren Anhängern aufkeimte. Als sich die Lions Offense aus der Gefahrenzone befreien wollte, unterlief dieser ein Holding in der eigenen Endzone, was nach Regelwerk automatisch zu einem Safety und dem Endstand 21:26 für die Berliner Rebels führte.

Scoreboard
00:07 67 Yard TD-Pass T. Robinson auf J. Simmons (PAT P.F. Andersen)
00:14 13 Yard TD-Pass T. Robinson auf S. Richard (PAT P.F. Andersen)
06:14 2 Yard TD-Lauf L. McFerren (PAT geblockt)
06:21 35 Yard TD-Pass T. Robinson auf S. Richard (PAT P.F. Andersen)
06:24 29 Yard Fieldgoal P.F. Andersen
13:24 10 Yard TD-Pass J. Clark auf N. Schumann (PAT T. Goebel)
21:24 13 Yard TD-Lauf D. McCants (TPC N. Römer)
21:26 Safety (Holding Strafe in Endzone)

Die Lions haben lediglich ein paar Tage Zeit, um das vergangene Spiel zu analysieren und aus den Fehlern zu lernen. Kommenden Samstag treffen sie in Dresden auf die Dresden Monarchs, einen weiteren nicht zu unterschätzenden Gegner.

Viktoria Knapek (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Fabian Uebe / New Yorker Lions

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