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Vorlesung: Gender in der Gegenwartsliteratur

Im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Kanada, mussten sich die Spielerinnen jüngst einem Geschlechtstest unterziehen. Das deutsche Team nahm es gelassen, jedoch zeigt der Vorfall, dass unsere Geschlechtskonstruktion in weiten Teilen der Gesellschaft immer noch nicht mit Zwischentönen vereinbar ist.

Auch in der Literatur ist das Thema Gender und Geschlecht von großer Bedeutung. Die aus der Jury des Wilhelm Raabe-Literaturpreises bekannte Kritikerin Kristina Maidt-Zinke wird sich dessen heute Abend, um 18 Uhr, im Haus der Wissenschaft annehmen. Im Rahmen der an sie verliehenen ersten Ricarda Huch-Poetikdozentur geht sie in ihrer Vorlesung „Historische Verortung bei Ricarda Huch“ auf alte literarische Spiele und Praktiken mit Gender, aber auch auf Autorinnen und Autoren der jüngsten Gegenwartsliteratur ein. Letztere verleihen der Genderthematik heute neue Akzente. Exemplarisch kann gefragt werden: Wie spielt das Bewusstsein weiblicher, aber auch männlicher Autorschaft in heutige literarische Konzeptionen hinein, wie werden Erwartungen an geschlechtertypische Muster bewusst gemacht, gebrochen oder unterlaufen? Nicht zuletzt geht es Maidt-Zinke auch um die Frage, ob es eine spezifisch weibliche Literaturkritik gibt.

Vier weitere Poetikvorlesungen von Maidt-Zinke finden am 18. Juni, 25. Juni, 2. Juli und 9. Juli statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen gibt es unter www.hausderwissenschaft.org.

Leonie Steger (SUBWAY Medien) / Fotocredit: Friek Magazine (flickr)

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