(c) Tim Schulze

Wölfe weiterhin auf dem Relegationsplatz

Am 33. Spieltag musste der VfL Wolfsburg eine bittere Niederlage gegen den RB Leipzig einstecken – im brisanten Kampf um den Klassenerhalt blieben die dringend benötigten Punkte weiter aus. In der Anfangsphase dominierten die Wölfe das Spiel, wohingegen der Gegner die Partie langsam angehen ließ. Nachdem sie warm gelaufen waren, erzielten die Leipziger vor rund 42 Tausend Zuschauern durch Ademola Lookman (24.) und Timo Werner (33.) die ersten zwei Tore in der Red Bull Arena.

Direkt nach der Pause traf Daniel Didavi in der 47. Spielminute dann zum Anschluss (1:2). Trotz verschiedener Chancen konnte die Mannschaft Divadis Tor jedoch nicht weiter ausbauen, wohingegen der RB Leipzig zwei weitere Male das Wolfsburger Tor traf – Ademola Lookman (52.) und Jean-Kevin Augustin (63.) erhöhten auf den Endspielstand 1:4.

Obwohl VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia die Startelf nach der 1:3-Niederlage gegen den Hamburger SV auf insgesamt drei Positionen veränderte, Didavi, Josip Brekalo und Bruma (fehlte zuletzt mit Knieproblemen) ersetzten Paul Verhaegh (Gelbsperre), Marcel Tisserand (Sehnenriss) und Jakub Blaszczykowski (Bank), bleibt der VfL weiter auf Tabellenplatz 16.

Trainerstimmen zum Spiel:

Bruno Labbadia: „Wir sind top rausgekommen. Gerade, wenn man die letzten Spiele von Leipzig gesehen hat, die sie verloren haben, aber eigentlich wie in Mainz nach 30 Minuten schon 3:0 hätten führen müssen – davon war heute zuerst nichts zu sehen. Wir haben dann aber zu wenig Kapital aus den Balleroberungen geschlagen und waren auch im Strafraum nicht zwingend genug. Leipzig hat einfach die Qualität, aus einer einzigen Möglichkeit das 1:0 zu machen. Das 2:0 war dann symptomatisch für uns. In der Kabine haben die Spieler mit hängenden Köpfen gesessen. Nach der Pause sind wir Risiko gegangen und auch da hat es die Mannschaft wieder sehr gut gemacht – erzielt das 2:1 und muss dann das 2:2 machen. Im Gegenzug haben wir das dritte Tor bekommen und damit war es dann gegen Leipzig, das so viele schnelle Spieler hat, gefährlich, weil es seine Qualitäten ausspielen konnte.“

Ralph Hasenhüttl: „Wir haben am Anfang sehr unsicher agiert. Auf der anderen Seite wollten wir natürlich auch nicht zu viel Risiko gehen. Dazu hatten wir viel neues Personal auf dem Platz. Trotzdem haben wir auf die Umschaltmomente gewartet. Was heute den großen Unterschied zu den letzten Wochen ausgemacht hat, war die Effektivität vor dem Tor. Wir haben nicht annähernd so viele Torchancen gehabt wie gegen Mainz oder Hoffenheim, aber wesentlich effektiver gespielt und uns mit vier Toren belohnt. Nach der Halbzeit war eine kurze Phase, wo das Spiel auch hätte kippen können, weil wir schläfrig waren. Ansonsten war heute vieles gut. Mir hat gefallen, dass wir kompakt agiert, wenig zugelassen und gut gegen den Ball gearbeitet haben. Deswegen war es für mich ein richtiger Schritt nach vorne und ein wichtiger Sieg für uns.“

Kommenden Samstag, 12. Mai empfangen die Wölfe den bereits als Absteiger feststehenden 1. FC Köln, Anpfiff ist um 15.30 Uhr in der Volkswagen Arena. Weitere Informationen finden sich online unter www.vfl-wolfsburg.de.

Viktoria Knapek (SUBWAY Magazin – oeding magazin GmbH) / Fotocredit: Tim Schulze

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